Forwards & Futures

Forwards sind das Pendant zu den Optionen allerdings als unbedingtes Termingeschäft, sodass das Geschäft auf jeden Fall zu erfüllen ist. Da hier die Rechte gleichermaßen verteilt sind, ist auch keine Prämie wie bei der Option zu zahlen. Eine Möglichkeit den Markt dieser Terminkontrakte homogen zu gestalten, wurde durch die Einführung von Futures wahrgenommen, die standardisierte Forwards sind. Das bedeutet, das die entsprechenden Parameter Parameter nicht mehr verhandelbar sind, sondern nur noch bestimmte Serien abschließbar sind.

Lediglich eine Sicherheitsleistung ist bei Abschluss dieses Terminkontraktes zu erbringen, die sogenannte Einschussmargin oder „Initial Margin“ genannt. Diese Sicherheitsleistung beträgt einen Bruchteil des Kontraktwertes.

Während aber bei Optionen die tatsächliche Realisierung eines Gewinns erst im Zeitpunkt der Ausübung bzw. Glattstellung stattfindet, gibt es bei den Forwards das sogenannte „Daily Settlement“, das heißt jede Veränderung des Kontraktwertes wird dem Margin-Konto je nach Long-oder Short-Position gutgebracht oder abgezogen. Dabei wird die Höhe der Margin als Prozentwert von dem Kontraktwert bei Abschluss berechnet.

Hier ein Beispiel:

Basiswert sei der DAX (Deutsche Aktienindex)
aktueller Punktestand: 5.000 Punkte
Margin: 6 %
Kontraktwert: 30 € je Punkt
Kontraktwert gesamt: 150.000 €
zu Zahlende Margin: 9.000 €

Sinkt nun die Margin unter einen bestimmten Wert, so muss der Kunde nachschießen. Natürlich lassen sich Long- und Short-Positions bei Futures durch Abschluss des Gegengeschäftes glattstellen und die Differenz zwischen den Kontraktwerten ist dann der Spekulationsgewinn oder -verlust. Die tägliche Überprüfung und das anfertigen von Analysen, sowie das monatliche Reporting für Gewinne oder Verluste, fallen in den Aufgabenbereich des Financial Analyst.

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Wie auch die Option weist der Future eine Hebelwirkung auf, denn um eine Future-Position einzugehen, reicht ein Bruchteil des Kontraktwertes als „Investition“ nämlich um Margin zu stellen. In unserem Beispiel hätten wir einen Hebel von 150.000/6.000 = 16,67. Demnach würde eine Veränderung des Kontraktwertes um 1% also 50 Indexpunkte eine Veränderung des eingesetzten Kapitals (der Margin) von rund 17% bedeuten.

Zunächst sollten Forwards und später auch Futures eine Möglichkeit sein, um Preise gegen eine gewisse Prämie abzusichern. Mittlerweile werden Future-Positionen eher verstärkt zu Spekulationszwecken getätigt, was zu einer Vervielfachung des Handelsvolumens an den Terminbörsen führte.

Da sie nun aber als Spekulationsobjekt starke Anwendung finden, gibt es für Unternehmen oder Headhunter, die dieses Instrument zur Absicherung von Preisrisiken verwenden wollen, auch einen gut entwickelten Markt.